Geschichte

Die erste Krankengymnastikschule wurde 1900 in Kiel eröffnet unter dem Namen „Kieler Lehranstalt für Heilkunst.“ Später wurde die Bezeichnung nach schwedischem Vorbild in „Krankengymnastik“ geändert.

1994 wurde eine Änderung des Berufsrechtes durchgeführt. Für den Begriff Krankengymnast hat das einschlägige Gesetz einen neuen Begriff „Physiotherapeut“ geprägt, der international üblich ist.

 

Aufgabenspektrum der Physiotherapie

Wir Physiotherapeuten arbeiten gemeinsam mit dem Patienten daran, Störungen der Gesundheit vorzubeugen sowie Funktionen und Fähigkeiten zu erhalten, wieder herzustellen und zu verbessern.
Gestützt auf die Diagnose des Arztes erstellt der Physiotherapeut seinen Befund.

Methoden

  • Sichtbefund - z. B. Beurteilung von Haltung und Bewegung
  • Tastbefund - z. B. Erfühlen von Verspannungen
  • Sensibilitätsbefund - z. B. Prüfen von Störungen des Tastsinnes
  • Funktionsbefund - z. B. Messen der Beweglichkeit von Bewegungen

Durch diese Befunderhebung machen wir uns ein komplexes Bild über die Beschwerden des Patienten. Danach entscheiden wir, welche der vielen möglichen speziellen Behandlungsmethoden, die in unserer Praxis möglich sind, zur Anwendung kommt.
Eine Auflistung der Therapien finden Sie im Bereich der Navigation.

Unsere Ziele sind:

  • eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern ( z. B. bei Schmerzen und Muskelschwäche nach einer Bandscheiben-OP)
  • eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde, zu beseitigen einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken
  • den besonderen Bedürfnissen psychisch Kranker Rechnung zu tragen(z. B. durch Berücksichtigung der Zusammenhänge zwischen körperlichen und psychischen Beschwerden)
  • Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu mindern (z. B. bei Lähmungen nach einem Schlaganfall)

Unsere Nahziele in der Behandlung sind u. a.:

  • die Förderung einer normalen Entwicklung und Bahnung physiologischer Bewegungsmuster, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern
  • die Verbesserung der Sensomotorik ( Zusammenspiel von Wahrnehmung,Reizweiterleitung und Bewegung)
  • Schmerzlinderung
  • Regulation der Muskelspannung
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Steigerung der Muskelkraft und Ausdauer
  • Verbesserung der Koordination und des Gleichgewichtes
  • Erarbeitung einer aufrechten Haltung
  • Regulation der Atmung
  • Verbesserung der Herz-, Kreislauf- und Organfunktion
  • Beseitigung oder Verminderung von Fähigkeitsstörungen im täglichen Leben
  • Erarbeiten von Kompensationsmöglichkeiten bei Behinderungen
  • Beherrschung ökonomischer Bewegungsabläufe in Beruf und Freizeit
  • Hilfe zur Selbsthilfe des Patienten

Die Einsatzbereiche der Krankengymnasten

Prävention = vorbeugende Maßnahmen

Kuration = Behandeln akuter und chronischer Beschwerden

Rehabilitation = Maßnahmen zur Wiedereingliederung in Arbeit, Beruf und Gesundheit.

Eine unserer wesentliche Aufgaben sehen wir auch darin, Behandlungen durchzuführen, die darauf abzielen, das Bewegungsverhalten des Patienten in seinem Beruf und in seiner Freizeit zu optimieren.

So gibt es vielfältige Arbeitsbereiche in der Sport- und Arbeitsmedizin.